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Attentäter reiste von Düsseldorf nach Manchester

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Polizeifahrzeuge blockieren eine Straße in der Nähe der Manchester Arena

"Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen", sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, am Mittwoch.

"Die roten und blauen Hälften von Manchester haben sich vereint, um die Stadt zu unterstützen, die ihnen jeweils seit mehr als 120 Jahren ein Zuhause gegeben hat und die von den tragischen Ereignissen tief betroffen ist", teilen der frisch gebackene Europa-League-Sieger United und die Citizens in einer gemeinsamen Erklärung mit. Hachem Abedi habe ausgesagt, dass er ebenso wie sein Bruder Abedi der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) angehöre und sich während der Vorbereitungen zu dem Anschlag in Großbritannien aufgehalten habe, teilte die Polizei der libyschen Einheitsregierung am Mittwoch mit. Der Bruder sagte nach Polizeiangaben aus, von den Anschlagsplänen gewusst zu haben.

Bei dem Terroranschlag auf Besucher eines Popkonzerts in Manchester waren am Montagabend 22 Menschen getötet worden. Er hatte bei dem Attentat am Montag 22 Menschen mit den Tod gerissen, unter ihnen Kinder und Jugendliche. Die Terrormiliz hatte nach dem Anschlag behauptet, der Täter sei ein "Soldat" des IS gewesen.

Uhr: Der Attentäter von Manchester ist auf dem Düsseldorfer Flughafen gewesen. Eine ebenfalls zuvor festgenommene Frau wurde am frühen Morgen wieder freigelassen.

Mit einem Großaufgebot versucht die Polizei unterdessen das islamistische Netzwerk des Attentäters aufzuspüren. Davon befinden sich derzeit noch acht Männer im Alter zwischen 18 und 38 Jahren in Grossbritannien in Untersuchungshaft. Zuvor hatten bereits die britische Premierministerin Theresa May und Innenministerin Amber Rudd angedeutet, eine grössere Gruppe von Personen könne hinter der Tat in Manchester stehen. Ein weiterer Bruder Abedis ist nach Angaben libyscher Spezialkräfte mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen.

Im Klartext: Die britischen Behörden hielten Abedi nicht für gefährlich genug, um international vor ihm zu warnen. Die Mutter habe gesagt, dass ihr Sohn erst vor vier Tagen aus Libyen nach England gereist sei.

Die Wut auf die Jugendlichen sei der Grund, warum Salman Abedi ausgerechnet das Konzert von Grande auswählte, weil er dort viele Kinder und Jugendliche vermutete. Kurz darauf veröffentlichte die Zeitung "New York Times" einen Artikel mit genauen kriminaltechnischen Fotos vom Tatort. Die BBC berichtete, Abedi könne die komplizierte Vorrichtung von jemand anderem erhalten haben. Danach habe Abedi entschieden, den Anschlag zu begehen. Die Situation sei weiter "kritisch", sagte Innenministerin Amber Rudd nach einer weiteren Krisensitzung des Kabinetts. Die Anhebung der Terrorwarnstufe ermöglicht Inlandseinsätze der britischen Streitkräfte an besonders schutzbedürftigen Orten wie etwa dem Parlament.

Zu den konkreten Hintergründen des Einsatzes äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Für die Veranstaltungen galten strenge Sicherheitsvorkehrungen, ebenso wie für die sportlichen Großereignisse am Samstag in London: das FA-Cup-Finale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal und das Endspiel der englischen Rugby-Liga. Manchester United legte beim Europa-League-Finale gegen Ajax Amsterdam am Mittwochabend eine Schweigeminute ein und spielte mit Trauerflor. Zurzeit werden demnach noch 75 Verletzte stationär in den Kliniken behandelt. Die 23-jährige Sängerin sagte bis zum 5. Juni alle weiteren Konzerte ab.

Ein Union Jack mit Blumen und Kerzen nach einer Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags von Manchester. Er war wegen des Anschlags ausgesetzt worden.

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