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Wirtschaft

Türkei Verletzte bei Explosion in Kurdenmetropole Diyarbakir

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Smoke is seen coming out from a building after

Die Regierung hatte zuvor mitgeteilt, dass die heftige Explosion am Dienstag kein Unfall, sondern ein Anschlag war. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich um einen Terroranschlag handele, sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu dem Sender Habertürk. Die Explosion fand gestern auf einem Polizeigelände in Diyarbakir statt. Die Arbeiterpartei PKK kämpft in dieser Region seit drei Jahrzehnten für eine kurdische Unabhängigkeit. Das Attentat habe sich gegen das "faschistische System" gerichtet, das die AKP-Regierung und die ultranationalistische Oppositionspartei MHP mit dem Referendum über ein Präsidialsystem legalisieren wolle, erklärte die PKK in einer Online-Mitteilung.

Die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP berichteten, die Explosion habe sich nahe einer Polizeistation ereignet. Eine Person sei noch unter den Trümmern begraben, sagte Soylu. Der Tunnel sei vermutlich "vor kurzem" aus einem angrenzenden Gebäude gegraben worden. Allerdings war nur von einer Tonne Sprengstoff die Rede. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Es seien Ermittlungen eingeleitet und bereits 177 Verdächtige festgenommen worden. Soylu hatte am Vortag gesagt, die Explosion am Polizeihauptquartier der Großstadt im Südosten der Türkei sei durch Reparaturarbeiten an Polizeifahrzeugen ausgelöst worden. Zehntausende Polizisten sollen dafür mobilisiert werden.

Die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) hat sich zu dem Anschlag auf die Polizei mit drei Todesopfern gestern im südosttürkischen Diyarbakir bekannt.

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