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Südkorea meldet erneuten Raketentest von Nordkorea

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Nordkoreanische Kommandosoldaten marschieren bei einer Militärparade in Pjöngjang

Die Spannungen in der Region sind nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr sehr hoch.

Ein chinesischer Soldat bewacht die Brücke am Grenzfluss zu Nordkorea. Der südkoreanische Experte Kim Dong Yub von der Universität Kyungnam sagte am Samstag zu dem Test, möglicherweise hätten die nordkoreanischen Entwickler trotz der kurzen Flugzeit die gewünschten Daten erhalten und dann die Rakete selbst gesprengt, um China nicht weiter zu provozieren. Das südkoreanische Außenministerium warf Nordkorea Provokation vor. In welche Richtung die Rakete flog und um welchen Typ es sich handelte, ist noch unklar. Nach Angaben von US-Medien scheint die Rakete "innerhalb von Sekunden nach dem Start explodiert zu sein".

Inzwischen hat ein Flottenverband um den US-Flugzeugträger "Carl Vinsson" die Gewässer um die koreanische Halbinsel erreicht. Die Entsendung des Flugzeugträgers durch die USA wird auch als Demonstration der Stärke gegenüber Pjöngjang gewertet. Während Raketen mit kürzerer Reichweite gewissermaßen Routine sind, gibt es bei Beobachtern starke Besorgnis wegen jedem nordkoreanischen Test einer ballistischen Rakete mit längerer Reichweite. Zur gleichen Zeit besucht der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Trump in Washington. Auch Japan reagierte mit "heftigem Protest und Kritik" auf den Raketenabschuss, wie Regierungssprecher Yoshihide Suga nach einem Treffen der Sicherheitskabinetts in Tokio sagte.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat ein Engagement des Militärbündnisses im Nordkorea-Konflikt ausgeschlossen.

In Südkorea wurde der neue Raketenversuch als Signal der kommunistischen Führung Pjöngjangs gewertet, auch angesichts des wachsenden Drucks der USA im Streit um ihr Raketen- und Atomprogramm nicht einlenken zu wollen.

Zuletzt hatte das Weiße Haus eine Trägerkampfgruppe vor der nordkoreanischen Küste zusammengezogen. Nach den Worten von US-Präsidenten Donald Trump missachtet Nordkorea damit vor allem den großen Nachbarn im Norden.

Trump: "Missachtung der Wünsche Chinas" - Trotz internationaler Kritik treibt Nordkorea sein Atom- und Raketenprogramm voran.

Trump könnte zudem China erneut zu einem schärferen Vorgehen gegen Nordkorea drängen. Tillerson forderte eine neue Strategie, um Nordkorea dazu zu bringen, sein Nuklearprogramm aufzugeben.

Die USA befürchten, dass Nordkorea bei seinem Atomprogramm größere Fortschritte gemacht hat als bislang angenommen und nordkoreanische Atomraketen eines Tages das amerikanische Festland erreichen könnten. Wer sich nicht daran halte, dem drohten die Vereinigten Staaten ebenfalls mit Sanktionen.

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