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Neues im Mordfall Bögerl DNA-Probe des Verdächtigen ist negativ

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Wiesbaden: Verdächtiger im Mordfall Maria Bögerl festgenommen

Das Ermittlungsverfahren sei zwar noch nicht abgeschlossen, der Mann sei aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Nun stehen die Ermittler wieder am Anfang.

Entscheidende Bedeutung kam bei dieser Sachlage einer bei dem Mann erhobenen DNA-Probe zu, die am Donnerstagvormittag beim Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg analysiert und mit einer mutmaßlichen Täter-DNA abgeglichen wurde. Seine DNA stimmte nicht mit Spuren vom Tatort überein.

Er soll in betrunkenem Zustand vor Zeugen erklärt haben, er habe die Frau erstochen. Der Tatverdächtige bestritt laut Staatsanwaltschaft in Ellwangen allerdings, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Noch am selben Abend wird ein Verdächtiger im Raum Heidenheim festgenommen. Königsbronn liegt nördlich von Ulm und etwa zehn Kilometer von Heidenheim entfernt, wo die Familie Bögerl wohnte. Im Auto der im Mai 2010 aus ihrem Haus entführten und umgebrachten Bankiersgattin Maria Bögerl hatte die Polizei DNA-Spuren entdeckt. All dies und noch mehr - darunter Sachverhalte, die so in der Öffentlichkeit nicht bekannt waren - ist zweifelsfrei gesichert, denn die beiden geistesgegenwärtig reagierenden Passanten hatten die Stimme des ihnen unbekannten Mannes mit dem Handy aufgenommen. Er war in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein, was sich jedoch nicht erhärten ließ. Daraufhin führt ein Mann die Polizei monatelang mit falschen Hinweisen in die Irre.

Zuletzt hatten die Ermittler bundesweit mit Phantombild und Stimmprobe nach einem Mann gesucht, der die Tat im Juli 2016 vor Zeugen im westfälischen Hagen zugegeben und konkrete Angaben dazu gemacht hatte.

Nach Auswertungen durch die Ermittler habe der Mann in dem aufgezeichneten Gespräch "tatrelevante Äußerungen" gemacht.

Seitdem sucht die Polizei vergeblich nach dem Täter und stellte den Fall bereits zweimal in "Aktenzeichen XY. ungelöst" vor.

Staatsanwalt Burger begründete die lange Zeit zwischen dem Gespräch in Hagen im vergangenen Sommer und der Öffentlichkeitsfahndung damit, dass die Ermittler zunächst versucht hätten, den Mann so zu finden.

Und so wurde der Mord an Maria Bögerl, 54, auch zu einem Albtraum für die Polizei. Das Fahrzeug von Frau BÖGERL wurde am 14.05.2010 im Innenhof des Klosters Neresheim aufgefunden, ihr erstochener Leichnam am 03.06.2010 in einem Waldstück bei Ebnat-Niesitz (BW).

Noch während der Sendung seien konkrete Hinweise auf den Aufenthaltsort des Verdächtigen eingegangen, teilte eine Sprecherin der Polizei Ulm auf Anfrage der Redaktion mit. Die Übergabe des Lösegelds scheiterte. Am Ende der Sendung heißt es bereits, es habe "eine Reihe von Hinweisen" aus dem TV-Publikum gegeben.

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