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Wirtschaft

Hoffnung und Risiken: IWF stellt Weltwirtschaftsbericht vor

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IWF- Lagarde

Auch in China, wo die Führung in Peking die Volkswirtschaft derzeit von einer Produktions- in eine Dienstleistungsgesellschaft umbaut, ergäben sich trotz überraschend positiver Signale Risiken.

"Die Selbstbezogenheit der Politik vielerorts bedroht die weltweite wirtschaftliche Integration und damit die auf Zusammenarbeit fußende wirtschaftliche Ordnung, die der Weltwirtschaft und insbesondere den Schwellen- und den Entwicklungsländern so geholfen hat", teilte der IWF in seinem am Dienstag veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick mit.

In ersten Prognosen für die Weltwirtschaft hat der Internationale Währungsfonds einen leichten globalen Aufschwung angekündigt. Allerdings erwartet der IWF, dass sich im Jahr 2018 die Folgen der Entscheidung für den EU-Austritt zu zeigen beginnen und das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann nur noch um 1,5 Prozent wächst. Dieses Wachstum werde unterstützt von der ausländischen und inländischen Nachfrage sowie den nachlassenden Auswirkungen der Franken-Aufwertung, heisst es im IWF-Bericht. Im zurückliegenden Ausblick im Januar hatte der IWF noch mit 3,4 Prozent gerechnet. Diese liegt zwar schon Jahre zurück, doch hatte IWF-Direktorin Christine Lagarde danach von einer "neuen Mittelmäßigkeit" gesprochen, in der schwache Banken nur zögernd Kredite vergaben und überschuldete Regierungen durch Haushaltskürzungen das Wachstum abwürgten. Der IWF erwartet dort einen Anstieg von 1,7 Prozent im laufenden und 1,6 Prozent im nächsten Jahr, womit das Wachstum des vergangenen Jahres nicht gesteigert werden kann. Damit bewegt sich Deutschland in etwa im Schnitt der Länder der Eurozone. Für die USA selbst rechnet man mit einem etwas höheren Wachstum, wenn Trump wie angekündigt Steuern senkt und staatliche Investitionen erhöht. Angesichts des insgesamt günstigen Umfelds will der IWF nicht ausschließen, dass die kurzfristigen Wachstumsraten höher ausfallen. Denn dadurch könnten sich die Finanzierungsbedingungen andernorts verschlechtern und der Dollar-Kurs nach oben getrieben werden. Hochgeschraubt wurden auch die Prognosen für China (auf 6,6 Prozent für 2017 und 6,2 Prozent für 2018) und für Russland (auf jeweils 1,4 Prozent). Der IWF hält es außerdem für möglich, dass einige Schwellenländer wie Mexiko unter möglichen Handelsbarrieren leiden könnten, die US-Präsident Donald Trump angedroht hatte. 2018 werde die deutsche Wirtschaftsleistung nur noch um 1,5 Prozent wachsen, hieß es. Obstfeld warnte insbesondere vor einer Welle protektionistischen Handelspolitik und einem Wettlauf um die laxeste Finanzaufsicht. Wählen Sie einfach aus einem der folgenden Angebote - alle ohne Vertragsbindung. Als weiteres Problem betrachtet der Fonds die Gefahr eines schnellen Zinsanstiegs in den USA.

Risiken schließen einen schnelleren US-Zinserhöhungszyklus, ein rasches Kreditwachstum in China und steigende protektionistische Tendenzen ein.

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