fashionmagazin.org

Gesundheit

Studie: Immer mehr Deutsche leiden unter Schlaflosigkeit

Share
16 Bilder ansehen

"Viele Menschen kümmern sich nachts um volle Akkus bei ihren Smartphones, aber sie können ihre eigenen Batterien nicht mehr aufladen". Wir zeigen Ihnen 10 Tipps für einen gesunden Schlaf. Immerhin fühlen sich nach einer Studie der Krankenkasse DAK 80 Prozent der Arbeitnehmer von Schlafstörungen betroffen. Das entspricht einem Anstieg von 66 Prozent seit dem Jahr 2001. Seit 2010 gab es hier einen Anstieg von 60 Prozent. Im Vergleich zu 2010 schlucken heute fast doppelt so viele Erwerbstätige Schlafmittel. Denn es fehlten in Deutschland die primären Ansprechpartner für Menschen mit Schlafstörungen. Das Unfallrisiko steigt dafür. Die Beschwerden müssten ernst genommen werden, da chronisch schlechter Schlaf der Gesundheit ernsthaft schaden könne.

"Im Job nehmen schwere körperliche Arbeiten seit Jahrzehnten ab, psychische Belastungen hingegen zu", erklärte DAK-Chef Andreas Storm. Die große Mehrheit versucht, allein mit den Schlafproblemen zurechtzukommen und geht nicht zum Arzt. Zu den Folgen von Insomnien zählen der Kasse zufolge Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.

Aber auch die Arbeitnehmer selbst begünstigen teilweise die Entstehung eines Schlafproblems. Machen Sie den Selbsttest! Jeder zweite von ihnen kauft Schlafmittel ohne Rezept in der Apotheke oder Drogerie, berichtet die Krankenkasse. Davon greift jeder zweite zu rezeptfreien Mitteln. Bei den verschreibungspflichtigen Mitteln mangelt es nach Angaben der Betroffenen an Aufklärung über Risiken, vor allem mögliche Abhängigkeiten bei Dauereinnahme. Fast jeder Vierte nehme Schlafmittel länger als drei Jahre. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité.

Berlin. Termin- und Leistungsdruck am Arbeitsplatz, ständige Erreichbarkeit oder zu viel Computer und Fernsehen. Etwa jeder Achte befasst sich noch mit seiner Arbeit. "Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie unsere Gesellschaft das Thema Schlaf in eine Nebenrolle drängt", so Schlafexperte Fietze. Für einen schlechten Schlaf sorgt unter anderem Stress bei der Arbeit.

Share