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Miterfinder des Lithium-Ionen-Akkus hat neue Akkutechnologie entwickelt

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Battery

In einer Aussendung zu den neuen Akkus heißt es, die von Goodenough gemeinsam mit der Forscherin Maria Helena Braga entwickelten neuen Feststoff-Akkus seien nicht brennbar, böten schnellere Ladezeiten und eine längere Lebensdauer als Lithium-Ionen-Akkus. Prädestiniert seien sie etwa für Autos, die seltener aufgeladen werden müssten und deutlich weiter fahren könnten. Geplant sind Testläufe in Fahrzeugen und anderen Energiespeichern. An einer Universität in den USA wurde eine neue Akku-Technik vorgestellt, die angeblich günstigere und unbrennbare Akkus mit höherer Kapazität ermöglichen soll.

Wichtigster technischer Unterschied ist der verwendete Elektrolyt, der die Lithium-Ionen von der negativ geladenen Anode zur positiv geladenen Kathode transportiert.

Statt auf flüssige Elektrolyte wie bisher setzen die Forscher auf solche aus Glas. Die können bei herkömmlichen Akkus durch den flüssigen Elektrolyten hindurch die Kathode erreichen und einen Kurzschluss auslösen.

Ein weiterer Vorteil von Glas-Elektrolyten ist, dass sie auch bei Temperaturen von minus 20° C noch immer eine hohe Leitfähigkeit besitzen. Den Forschern zufolge eignen sich die neuen Akkus grundsätzlich sogar für einen Einsatz bei Temperaturen von minus 60° C. Die Technik erlaube die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, die in Bezug auf Kosten und Verbraucherfreundlichkeit heutigen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor entsprächen.

Laut der University of Texas ist die Entwicklung der neuen Akkutechnik aber noch nicht abgeschlossen. Hinter den Kulissen arbeiten aber zahlreiche Forscher und Startups an der nächsten Generation von leistungsstarken, sicheren Batterien mit möglichst geringem Platzbedarf, schneller Ladezeit und niedrigen Produktionskosten. Sie hoffen aber, bald schon zusammen mit Akku-Herstellern in Elektrofahrzeugen erste Prototypen testen zu können.

Unklar ist, ob und wann die neuen Akkus die Marktreife erlangen. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona in der vergangenen Woche waren sie jedoch kein Thema.

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