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Mögliche Opel-Übernahme: Merkel telefoniert mit PSA-Chef

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Werk Eisenach Plattform GM-SCCS, 2005 von Opel und Fiat gemeinsam entwickelt Schwestermodelle Opel Corsa D  E Alfa Romeo MiTo Fiat Qubo Fiat Grande Punto (in einer Abwandlung der Plattform auch der Jeep Renegade

Bislang gibt es noch keine Garantien für die Arbeitsplätze der Opel-Beschäftigten nach einer Übernahme durch PSA Peugeot Citroen. Dazu hieß es am Wochenende aus mit den Gesprächen vertrauten Kreisen, nun müsse sich zeigen, ob diese Botschaft von PSA-Generalsekretär Olivier Bourges, der am Donnerstag im Kanzleramt war, am Ende auch in den Verträgen stehe. Die britische Regierung dürfte sich für die Standorte der Opel-Schwestermarke Vauxhall in Ellesmere Port und Luton mit mehr als 3000 Mitarbeitern einsetzen. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries hatte danach ausdrücklich nicht von einer Übernahme, sondern von einem Zusammenschluss gesprochen. Bei dem Autobauer sind in Deutschland an vier Standorten rund 18-tausend Menschen beschäftigt. Bereits in der kommenden Woche würden Opel-Vertreter erwarten, dass PSA konkrete Eckpunkte der Übernahme vorlege. Bis spätestens zum Genfer Autosalon in zweieinhalb Wochen sollen nach Informationen der Zeitung die Verträge mit GM unterzeichnet sein. Bis zur Klärung aller Details würden aber voraussichtlich noch Monate vergehen.

Der potenzielle Opel-Käufer PSA Peugeot-Citroën ist auch am asiatischen Hersteller Proton in Malaysia interessiert. "Wir setzen alles daran, die Zukunft von Opel nachhaltig erfolgreich zu gestalten", schrieb Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender von Opel, auf Twitter. Auch der Betriebsrat begrüßte das Vorhaben, machte seine Zustimmung aber von der Sicherung der Arbeitsplätze abhängig.

Bourges habe zudem zugesagt, bestehende Verträge würden nicht angetastet.

Machnig sagte weiter, das Zusammengehen mit den Franzosen biete der deutschen Marke gute Perspektiven.

Es gelte nun, diese Vereinbarungen auch vertraglich zu untermauern. Auch der chinesische Autohersteller Dongfeng gehört zu den PSA-Aktionären.

Regierungssprecher Seibert betonte, neben einer Beschäftigungsgarantie habe Tavares auch eine Standortgarantie gegeben. Ein Sprecher des französischen Konzerns sagte am Samstag, Carlos Tavares habe May um einen Termin gebeten. Die Opel-Schwestergesellschaft Vauxhall hat zwei Werke in Großbritannien. Weder PSA noch Opel seien in den letzten Jahren erfolgreich gewesen.

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