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In vier Monaten geht Monte dei Paschi das Geld aus

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Der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena läuft auf der Suche nach frischem Kapital die Zeit davon

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi (MPS) kann auf Rettung durch den Staat hoffen. Das Geld reiche nur noch für vier Monate, teilte das Institut am Mittwoch mit.

Die Aktie des Geldhauses wurde heute vorübergehend vom Handel ausgesetzt, nachdem bekannt geworden war, dass die flüssigen Mittel der Bank noch schneller zur Neige gehen werden als bisher angenommen. Seit Anfang 2015 hat sie mehr als 90 Prozent an Wert verloren.

Das italienische Parlament hat grünes Licht für ein mögliches Banken-Hilfspaket der Regierung im Umfang von bis zu 20 Milliarden Euro gegeben. Es gilt als fraglich, ob dieses Geld von privaten Investoren zusammenkommt.

Zudem setze das Management auf eine Milliarde Euro zusätzliches Kapital allein vom Staatsfonds von Katar.

Nun dürfte Plan B in Kraft treten.

Angesichts der Bankenkrise in Italien hatte der neue Regierungschef Paolo Gentiloni am Montagabend erklärt, vorsorglich ein Hilfspaket von 20 Milliarden Euro zu schnüren. Der Senat und die Abgeordnetenkammer stimmten am Mittwoch einer entsprechenden Anfrage der Regierung zu. Gelingt das nicht, könnte die Bank um Staatshilfe bitten - was jedoch mit den europäischen Abwicklungsregeln schwer zu vereinbaren ist. Neben MPS gelten auch die kleinere Banca Popolare di Vicenza und die Veneto Banca als Kandidaten für staatliche Hilfen. Denn nach den EU-Regularien müssen auch Privatanleger Verluste tragen, wenn der Staat einem Geldhaus hilft. Im Fall der Monte dei Paschi wären allerdings zehntausende Kleinanleger betroffen.

Wirtschaftsminister Padoan versuchte daher, den Kleinanlegern Ängste zu nehmen. Die Regierung sei bemüht, Kleinanleger zu schützen, heißt es deshalb.

Eine Rettungsaktion des Staates hätte aber noch weitere mögliche Konsequenzen, denn sie wäre jedenfalls mit einer erhöhten Staatsverschuldung verbundenen.

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