fashionmagazin.org

Gesundheit

Schon mehr als 100 Fälle | Augengrippe grassiert in Bonn

Share
B-Augengrippe2-021116

Die hochansteckende Augenkrankheit breitet sich aktuell im Raum Bonn aus.

In Bonn grassiert die Augengrippe: Mehr als 100 Fälle wurden dem dortigen Gesundheitsamt nach Angabe des Bonner "General-Anzeigers" in den letzten zwei Wochen gemeldet. Ausgelöst wird diese aggressive Form der Bindehautentzündung durch einen hoch ansteckenden Adenovirus. "Darum müsste es bei den Betroffenen eine räumliche Gemeinsamkeit geben, etwa ein Kita, eine Kaserne oder eine stark frequentierte Arztpraxis", erläutert Bunte.

Die Augengrippe ist hoch ansteckend, sodass es immer wieder zu regionalen Ausbrüchen kommt. Adenoviren werden meist über die Hände verbreitet.

Die Infektionen am Auge werden von Mensch zu Mensch übertragen werden. "Wir sind am Montag darüber informiert worden, dass bei einem Schüler Augengrippe aufgetreten ist", bestätigte Schulleiter Christoph Weigeldt. Vorsicht walten lassen muss man auch bei Fotoapparaten mit optischem Sucher oder Mikroskopen. Die Gefahr ist groß: Die Viren sind sechs Wochen lang vermehrungsfähig.

Ist eine Bindehautentzündung zwingend eine Augengrippe?

Wie erkennt man eine Infektion mit Adenoviren? Zudem schwillt die Augenbindehaut an, manchmal auch das Augenlid. Viele Betroffene haben das Gefühl eines Fremdkörpers im Auge und reagieren empfindlich auf Licht. Die Augen tränen und jucken, sie sind lichtempfindlich und trüb.

Wie lange dauert die Krankheit? Achtung: akute Ansteckungsgefahr besteht für zwei bis vier Wochen. Bei etwa der Hälfte der Patienten geht die Infektion nach einiger Zeit auch auf das zweite Auge über. Nur selten bleiben dauerhafte Schäden zurück, etwa eine Verschlechterung des Sehvermögens.

Eine Person gilt so lange als ansteckend, bis das Virus nicht mehr in der Tränenflüssigkeit nachweisbar ist. Denn die Inkubationszeit der tückischen Adenoviren, gegen die Antibiotika wirkungslos sind, beträgt zwölf Tage. Und auch wer noch keine Anzeichen einer Krankheit spürt, kann bereits andere Menschen anstecken. So soll vermieden werden, dass sich die Erreger weiter ausbreiten.

Handtücher, Waschlappen und andere Hygieneartikel unbedingt nur für sich selbst nutzen. Fast alle Patienten hatten sich durch den Besuch einer Bottroper Augenklinik angesteckt. Patienten sollten vorerst zu Hause bleiben.

Keine Sauna- und Schwimmbadbesuche während der Zeit der Erkrankung.

Hygiene, Hygiene, Hygiene, das sind die drei wichtigsten Dinge. Zum gründlichen Händewaschen gehören Seife und Zeit.

Share