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"Tote Hosen" sichern sich Rechte am Unwort "Gutmensch"

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Tote Hosen besitzen Patent für Unwort des Jahres „Gutmensch

Hintergrund: Die "Toten Hosen" verkaufen seit damals Fan-Shirts mit dem Aufdruck "Gutmensch". Der Geschäftsführer des Labels JPK, Patrick Orth, sei als Inhaber der Wortmarke "Gutmensch" eingetragen, bestätigte das Deutsche Patent- und Markenamt in München Informationen der "Bild-Zeitung".

Vor wenigen Tagen ist "Gutmensch" zum "Unwort des Jahres 2015" gekürt worden.

Eigentlich sei die Registrierung im Jahr 2014 ein "interner Gag" gewesen, sagte Orth am Donnerstag. Schon seit Jahrzehnten werde versucht, Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren, mit dem Wort zu diskreditieren, so Orths Begründung.

"Um die Deutungshoheit zurückzugewinnen, hatten wir den Einfall, das Wort als Marke eintragen zu lassen", sagte Orth. "Das endet in einer Allesniedermache".

Durch den Verkauf von "Gutmensch"-Produkten könne man nun soziale Initiativen unterstützen". Im Internet-Shop der Band ist auch ein entsprechendes T-Shirt erhältlich: "Gutmensch - No one likes us".

Nun kündigen die "Hosen" auf Facebook an: Ab jetzt werden pro verkauftem T-Shirt zehn Euro für Opfer rassistischer Gewalt gespendet!

Düsseldorf - Wie berichtet ist das Wort "Gutmensch" in Deutschland zum Unwort des Jahres 2015 gewählt worden. Als wahre Gutmenschen im besten Sinne zeigen sich Die Toten Hosen.

Der Vorwurf diffamiere Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv und dumm, begründete die "Unwort"-Jury die Wahl". "Die Band hat sich auch noch nicht bei uns gemeldet".

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